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2017/07/08 - Dachstuhlbrand, 2. Alarm

Logo FDachstuhlbrand an einem Mehrfamilienhaus im Zentrum von Schnelsen

Vermutlich ausgelöst durch einen Müllcontainerbrand, direkt an der Wand eines Mehrfamilienhauses ist das Feuer in den Dachstuhl gelaufen. Gefördert wurde die Brandausweitung durch ein großes Werbeschild an der Fassade des Hauses, es befindet sich nämlich ein Laden im Erdgeschossbereich.

Durch die sofortige Erkundung des Zugangs zu den Wohnungen durch die Polizei, konnten Bewohner rechtzeitig evakuiert werden. Der Zugang befand sich leider einmal ganz ums Gebäuder herum und war durch uns, als zuerst eintrefende Feuerwehreinheit zunächst schwer auffindbar.

Sofort wurde eine klassische Brandbekämpfung über Außenangriff eingeleitet, um das Feuer herunterzuhalten. Nachdem die Bewohner mit Sicherheit aus dem Gebäude waren, wurde dann ein weiterer Innenangriff über das Treppenhaus, sowie eine Brandbekämpfung über die Drehleiter von Zug 16 (Alsterdorf) eingeleitet.

Aufgrund der potentiellen Gefahr der Brandausweitung in den Dachstuhl des Hauses, dass über 2 weitere Treppenhäuser mit Wohnungen bis in das 2. Obergeschoss verfügt, wurde der 2. Alarm ausgerufen und der Berufsfeuerwehrzug 23 aus Barmbek, sowie die benachbarte FF Eidelstedt nachalarmiert. Sie übernahmen den 2.Brandabschnitt an der Oldesloer Straße. Eine Brandbekämpfung sowie das spätere Aufnehmen des Flachdaches mit Motorsägen, um Brandnester abzulöschen, wurde so über beide Drehleitern ermöglicht.

So konnten alle Wohnungen ohne Feuerausweitung gehalten werden, lediglich das Dach ist stark beschädigt und sicherlich wird Löschwasser zu Schäden in den Wohnungen geführt haben, obwohl wir viele Wohnungseinrichtungen mit Planen versucht haben, abzudecken. Auch mußten 3 Wohnungen aufgebrochen werden, da in der Akutphase nicht mit Sicherheit gesagt werden konnte, ob sich noch Personen dort drinnen befanden, oder sie bereits evakuiert wurden oder gar nicht zu Haus waren.

Die betroffenen Bewohnern wurden später im angeforderten Großraumrettungswagen (GRTW) versorgt, der durch den miteingesetzten B-Dienst (höherer Führungsdienst der BF) angefordert wurde. Zusätzlich wurde der Gerätewagen Atemschutz (ASGW) zum Tausch der eingesetzten Pressluftatmer an die Einsatzstelle gerufen. Nach gut 2 Stunden waren auch die restlichen Glutnester im Dachbereich gelöscht und die Einsatzstelle wurde der Polizei zur weiteren Brandermittlung übergeben.

Alle Bilder wurden uns durch benachbarte Bewohner, die unsere Arbeit wertschätzen, freundlicherweise überlassen. Sie sollen den zum Teil gefährlichen Arbeitsaufwand und die Anstrengungen, Hab und Gut der Bürger zu schützen, darstellen.

01 Gesamtlage

  

  • 01-Gesamtlage01-Gesamtlage
  • 02-Ausbruchsort02-Ausbruchsort
  • 03-Brandbekaempfung-DL03-Brandbekaempfung-DL
  • 04-Dachaufnehmen04-Dachaufnehmen
  • 05-Lage05-Lage

  • 06-Wohnungszugang06-Wohnungszugang
  • 07a-Dacharbeiten07a-Dacharbeiten
  • 07b-Dacharbeiten07b-Dacharbeiten
  • 08-Atemschutz-Traeger08-Atemschutz-Traeger
  • 09-Tag_danach09-Tag_danach