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2017/01/05 - Techn.Hilfeleistung Explosionsgefahr, Schnelsen

Logo TIn den späteren Abendstunden wurde die Wehr in ein kleines Industriegebiet gerufen, in dessen unmittelbarer Nähe sich eine Zentrale Erstaufnahme für Flüchtlinge befindet. Das Sicherheitspersonal der Anlage hatte das Abblasen von Gas aus Flaschen neben einem benachbartem Firmengebäude bemerkt und war in großer Sorge um die höhere Anzahl von Flüchtlingen.

 

So erkundete die FF Schnelsen zusammen mit der Berufsfeuerwehr das Gelände und musste sich zunächst Zugang über eine Bockleiter über das elektrische Eingangstor verschaffen. Der Firmenbesitzer wurde zwischenzeitlich von der Polizei informiert und gebeten an die Einsatzstelle zu kommen, es gelang jedoch einem unserer FF-Kameraden, die elektrische Torsteuerung zu überbrücken, um das Tor aufzufahren.

 

ATF HHUnter Atemschutz wurden die Gasflaschen dann unter Anwesenheit des U-Dienstes der Feuewehr begutachtet und das austretende Gas ermittelt. Es handelte sich dabei um eine große Schutzgasflasche mit sogenanntem Formiergas, die. obwohl ganz neu, ein leicht geöffnetees Ventil hatte. Das Gas wird zur Verschweißung von Rohren benötigt und ist nicht brennbar, es bestand also nur eine Berstgefahr, die eine Absperrung von 50m im Umkreis nötig machte.

Die Flasche wurde separiert und verschlossen. In der unmittelbaren Umgebung wurde mit Gasspührsonden die Gaskonzentration ermittelt. So wurde auch ein ATF-Fahrzeug (Analytische Task Force für Gefahrgut des Bundes) zur Konzentrationsermittlung eingesetzt. Weiterhin wurde der Einsatzort ausgeleuchtet und mit einem C-Rohr gesichert.

Nach rund 1h war die Flasche gesichert und wurde dem mittlerweile eingetroffenen Firmenbesitzer übergeben.